„Sie ist halt so.“ „Ihn zu ändern, wirst Du wohl auch nicht mehr schaffen.“

Ja, wir möchten Dir zeigen, wie verschieden Du zu deinem Partner bist und nein, wir sind nicht der Meinung, dass Du akzeptieren musst, wenn Du sein Verhalten doof findest. Akzeptieren würde ja bedeuten einen nicht-optimalen Zustand einfach hinnehmen. Drüber hinwegsehen. Wir finden es aber wichtig zu wissen, warum Dein Partner tut, was er tut. Nur dann kannst Du seine Gründe verstehen und Dir eine ehrliche Meinung über sein Verhalten bilden. Aus Erfahrung heraus, fällt die dann nämlich ganz anders aus.

Ändern kannst Du Deinen Partner natürlich trotzdem nicht! Aber Du kannst ihn verstehen. Das bildet eine ganz neue Gesprächsgrundlage. Was sich dabei ändert ist vor allem Deine Haltung ihm/ihr gegenüber.

Ein Beispiel aus der Praxis: Nach etlichen Konflikten, die zur Entfremdung des Paares geführt haben, haben sie sich nun für eine Eheberatung entschlossen. Sie bekommen die Aufgabe aufzuschreiben, was ihnen gut tut und was ihnen in der Beziehung fehlt. Nach einer Woche ist ihre Liste voll – seine dagegen leer. Und damit kam der nächste Streit. Obwohl das Ziel war aufeinander zuzugehen, haben sie sich noch ein kleines Stück weiter entfernt. Sie warf ihm vor, dass er sich keine Mühe gibt und er wiederrum war der Meinung, dass er doch schon wegen ihr mit dabei ist und sich das Ganze anhört. Und beide hatten Recht – jeder aus seiner Sicht. Denn viel zu schnell gehen wir davon aus, dass die Welt des Anderen genauso aussehen muss, wie die Eigene.

Wenn sie ihn für das sieht, was er ist und er sie sieht für das was sie ist, können sie sich auf einer ganz anderen Ebene begegnen:

  • Sie ist ein Gefühls-Mensch. Gefühle sind ihr wichtig und sie auszudrücken fällt ihr leicht. Sich auf Neues bzw. Außergewöhnliches (hier: die Paartherapie) einzulassen fällt ihr relativ leicht. Für so etwas ist sie aufgeschlossen (gelbe Farbausprägung, siehe Modell).
  • Er dagegen ist eher sachlich unterwegs. Gefühle, ja die Bedeutung kennt er irgendwie. In der Theorie. Aber sie zu fühlen und dann auch noch auszudrücken ist ein komplett unbekanntes und unsicheres Terrain.

Sich auf Neues einzulassen ist auch nicht gerade so sein Ding. Und doch geht er mit ihr hin. Für sie. Für die Beziehung. Es dauert allerdings bis er sich damit anfreunden kann. Und doch ist er da. Bleibt noch seine Liste auf der nichts steht… Was soll er denn schreiben, wenn er gar nicht genau weiß, was er fühlt. (blaue Farbausprägung, siehe Modell).

 

Die Paartherapie ist eine Situation, die ihr leichter fällt, da es ihrer Farbausprägung entspricht (mit Menschen zu tun haben, Neuem begegnen, Beziehung an sich…).

Es gibt aber auch andere Themen, bei denen sich die Situation umdreht. Jeder hat seine Gründe für sein Verhalten und es gibt es kein „besser“ oder „schlechter“. Es gibt nur „anders“!

Jedes Verhalten ist eine Momentaufnahme an der „gearbeitet“ werden kann. Durch dieses „Erkennen“ entstehen viele Ansatzpunkte, um einander näher zu kommen.

Und genau das ist es was wir wollen. Wir wollen das wahre ICH sehen. Den Partner sehen, wie er wirklich ist. Uns so sehen wie wir wirklich sind. Wir wollen alle Seiten sehen. Nicht blind akzeptieren. Wir wollen hinsehen. Zuhören. Verstehen. Themen aufarbeiten. Zusammen Verbindung schaffen.

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